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Bozen, die Weinstadt

Die Stadt Bozen blickt auf eine sehr lange Tradition im Weinanbau zurück.
Im Raum Bozen gibt es mehr als 20 Privatkellereien und eine Kellereigenossenschaft, die seit frühester Zeit edle Tropfen von höchster Qualität.
Die besten Weine, und somit die Spitze der Palette bilden zwei Rotweine, der Lagrein und der St.Magdalener.

Der Lagrein war schon im Mittelalter bekannt: seine Farbe ist ein leuchtendes, starkes Rot mit Granatrubinreflexen, der Geschmack ist rund mit Waldbeergrundtönen, Tabakanklängen und einem leichten Kakaoduft. Der Magdalener ist ein Wein, der seinen Namen dem entsprechenden Hügel an der Nordpforte Bozens verdankt, der ein echter Weingarten ist. Er besteht aus einer Mischung von Vernatsch mit kleinen Lagrein- oder Blauburgundermengen, die einen harmonischen, ausgeglichenen Wein ergeben, der wegen seiner Purpurfarbe und seinem Duft nach reifen Kirschen, Veilchen und Mandeln sehr beliebt ist.

Die Landeshauptstadt und der Weinanbau sind sehr eng miteinander verbunden. Die fruchtbaren Rebanalgen reichen bis ins Stadtzentrum und gedeihen prächtig an den sonnigen Hang- und Hügellagen um den Bozner Talkessel.
Wohin man blickt, überall wird man idyllische gelegene Weingärten vorfinden, die das Landschaftsbild am Fuße der Dolomiten prägen.

Die Kellereien

Kellerei Gries

Im Jahre 1908 entschlossen sich Bauern aus Gries zum Schritt in die Unabhängigkeit und wagten die Gründung einer Weinbaugenossenschaft.
Von Anfang an war es Ziel die für Gries typische Sorte Lagrein zu vinifizieren und zu vermarkten.
In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg konnte sich die Kellerei Gries vor allem durch die Produktion von leichtem Lagrein Kretzer (Rosè) etablieren. Mit der Absatzkrise in den 70er und frühen 80er Jahren stellte die Kellerei Gries ihre Produktion von Quantität auf Qualität um und konnte vor allem mit der Paradesorte Lagrein punkten.

Kellerei St.Magdalena

1930 gründeten 18 Weinbauern aus St.Magdalena, St.Justina und Leitach ebenfalls eine Genossenschaft. Leitsorte war der St.Magdalener - Wein aus der Vernatsch Traube. Bereits in den ersten Jahren bemühte man sich auch im Export Fuß zu fassen. Mit Erfolg. Einschneidend war im Jahr 1971 die Eingrenzung und Aufwertung des Magdalenergebietes im Zuge der DOC Regelung. Ende der 70er Jahre kam allerdings die Krise im Südtiroler Weinbau. Dennoch gelang es der Kellerei Magdalena sich zu behaupten. Konsequente Qualitätspolitik war die Lösung.
Heute
Im Jahre 2001 folgte der wohl wichtigste Schritt seit dem Bestehen der beiden Kellereien Gries und St.Magdalena: Die Fusion. Die Kellerei Bozen mit Ihren beiden Standorten Gries und St.Magdalena zählt heute zu den absoluten Spitzenbetrieben der Region.

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