Waltherplatz
Der Waltherplatz wurde auf dem Gelände des ehemaligen Friedhofs und Garten angelegt. Das geschah 1808 im Auftrag der Stadtverwaltung zur Zeit als Bozen zu Bayern kam.
Geschichtlich ist überwiesen, dass um die Mitte des 19Jh. Südtirol als die Heimat des Minnesängers angesehen wurde. Also ging man daran dem bedeutenden Sohn Tirols ein Denkmal zu bauen. Man sammelte im gesamten deutschen Sprachraum Geld für das Standbild in der südlichsten deutschen Stadt. Das Denkmal wurde aus Laaser Marmor vom Vinschger Bildhauer Heinrich Natter geschaffen. Vor Ort war es eher eine Behauptungsaktion des liberalen Bürgertums gegen die Christlich-Konservativen, die eine Mariensäule errichten wollten.
Italienische Patrioten setzten 1889 dem nach Süden gewandten deutschen Dichterfürsten in Bozen, einen abwehrend die Hand nach Norden ausstreckenden Dante in Trient entgegen.
Nach der Machtübernahme durch die italienischen Faschisten wurde das Denkmal 1935 in den Rossegger Park gebracht und der Waltherplatz kurzfristig „Piazza Vittorio Emanuele III“ benannt. Erst nach 50 Jahren, im Jahr 1985 durfte Walther auf seinen Platz zurück.
In der heutigen Zeit wird der Waltherplatz auch „Freiluft Salon“ genannt. Er wird sehr stark besucht und viele Touristen nutzen ihn für eine kurze Rast und zum Betrachten der einmaligen Umgebung. Ursprünglich hieß er Maximilianplatz, zu Ehren des Bayernkönigs Maximilian. Als die Habsburger sich 1814 zurückzogen wurde er in Erzherzog von Österreich umbenannt. Seinen jetzigen Namen, Walther von der Vogelweide Platz gibt es seit 1901.

















