Die Talfer
Die Talfer teilt Bozen vom Stadtteil Gries. Sie entspringt im Sarntal und wird auf Bozner Gemeindegebiet von grünen Wiesen, mit Bäumen eingerahmt. Der Fluss ist nicht so harmlos wie man beim Anblick des träge fließenden Wassers annehmen könnte. Bozen wurde öfter nach heftigen Regengüssen überschwemmt. Um dem entgegenzuwirken erbaute man die Wassermauer, welche an den gefährlichen Stellen ein Überfluten verhindern sollte.
Damit das Bauwerk nicht zu wuchtig wirken sollte, wurde auf dem Damm eine Promenade errichtet. Hier pflanzten fleißige Gärtner Blumen und Bäume aus südlichen Gefilden, welche der Promenade ein exotisches Flair verleihen. Besonders an heißen Tagen sind die Sitzgelegenheiten besetzt mit Menschen welche der Hitze entfliehen und hier den lauen Wind, welcher aus dem Sarntal oder vom Rosengarten her weht, genießen.
Der Grünkeil ist beliebt vor allem bei Sonnenanbetern, welche im Sommer hier ein Sonnenbad genießen. Damit die Sportler nicht zu kurz kommen, wurden einige Sportplätze errichtet. Im nördlichen Teil der Promenade gibt es einen Minigolfplatz.
Auch die „vierbeinigen Bozner“ kommen in der „grünen Lunge“ von Bozen auf ihre Kosten. Vor dem Gefängnis wurde eine großzügige Hundeauslaufzone geschaffen. Eine etwas kleinere befindet sich am nördlichen Teil der Promenade.
Der Fluß wird im Norden von der St. Anton Brücke in der Mitte von der Talfer Brücke und im Süden von der Drusus Brücke überquert. Weiters bringen drei kleine Holzbrücken die Radfahrer und Fußgänger trockenen Fußes über das Wasser.
Seit kurzem verbindet eine elegant geschwungene Glasbrücke Gries mit Bozen, und zwar genau gegenüber dem modernen Museion.
Zur Talferbrücke gibt es folgendes anzumerken:
Die vom Abbruch bedrohte Brücke wurde von einer aufgebrachten Bürgerschaft in den 80er Jahren gerettet. Somit wurde die Bedeutung dieser leichten Eisenkonstruktion, die einerseits Neu- und Altstadt verbindet und anderseits den einmaligen Blick auf den Rosengarten freigibt, unter Beweis gestellt. Es musste bestätigt werden, dass Tragfähigkeit und Funktionalität der Brücke, die 10 Jahre lang gesperrt war, durch geringfügige Eingriffe weiterhin gegeben sind.
Aus technischer Sicht handelt es sich um eine fünfteilige Flachbogenbrücke mit Fachwerk-Tragkonstruktion aus genieteten Eisenprofilen, die auf Steinpfeilern aufruht.

















