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Die Rittnerbahn

Die Rittnerbahn ist eine elektrisch betrieben Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 1000mm die das Hochplateau des Ritten bei Bozen in Südtirol erschließt. Die Bahn erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.

Im 19. Jahrhundert hatte die Bedeutung des Ritten als Fremdenverkehrsort deutlich zugenommen. Es wurde der Ruf nach einer zeitgemäßen Erschließung laut. Nach reiflichem Überlegen wurde eine Zahnradbahn nach Schweizer Vorbild  als geeignet erachtet. Am 03. Juli 1906 wurde die Konzession für eine schmalspurige Lokalbahn,  welche elektrisch betrieben wurde, von Bozen nach Oberbozen erteilt. Das Unternehmen Riehl Josef wurde mit den Bauarbeiten beauftragt.
Im April 1907 wurden die Arbeiten beendet und im August des gleichen Jahres wurde der Betrieb aufgenommen.
Die Bahn galt im frühen 20. Jahrhundert als Errungenschaft die den Fremdenverkehr am Ritten  in
nachhaltiger Weise förderte.

Die Bahn versah jahrelang ihren Dienst zur vollen Zufriedenheit von Einheimischen und Gästen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg machte sich eine starke Überalterung bemerkbar.

Da die Zeiten immer schnelllebiger wurden waren die relativ langen Fahrzeiten auf der Zahnradbahnstrecke nicht mehr zeitgemäß und es wurde der Wunsch nach einer schnelleren Verbindung laut.
Da eine Sanierung mit gleichzeitiger teilweisen Erneuerung des Fuhrparks zu teuer war kam die Idee die Zahnradbahn durch eine Seilbahn zu ersetzten auf.

Den Ausschlag, die Bahn endgültig einzustellen, wurde durch einen Unfall, welcher sich im Dezember 1964 ereignete, gegeben.

Ein talwärts fahrender Zug entgleiste, die Zahnradlok und der vorangestellte Triebwagen stürzten ab. Es gab vier Tote und mehrere Schwerverletzte.

Im Juli 1966 begann der Seilbahnbetrieb. Da die Zahnradbahn vom Bozner Waltherplatz abfuhr, wurde die Strecke vom Waltherplatz bis zu Talstation aufgelassen.

Um die bekannte und auch beliebte Schmalspurbahn nicht ganz zu verlieren, wurde 1982 eine grundlegende Generalsanierung beschlossen. Es wurden auch gebrauchte Fahrzeuge in Deutschland angekauft.
Es wurde  durchgehend schweres Schienenprofil eingebaut und die Station Maria Himmelfahrt nach Orginalfahrplänen rekonstruirt.
Somit konnte die Zahnradbahn weiterhin die Verbindung von Himmelfahrt und Klobenstein gewährleisten und die historischen Wagen aus dem Jahr 1907 versehen auch heute noch ihren Dienst.

Die Seilbahn, welche als eine der längsten der Welt gilt wurde im Jahr 2007 eingestellt und durch eine moderne Umlaufbahn welche 2009 in Betrieb ging ersetzt.

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