Das Bozner Naturmuseum
Das Naturmuseum Südtirol befindet sich in Bozen in der Bindergasse 1.
Das 1997 eröffnete Museum gehört zu den Südtiroler Landesmussen in öffentlicher Hand. Untergebracht ist das Museum im ehemaligen Amtshaus Kaiser Maximilians I. in der Bozner Altstadt.
Der spätpadagogische Bau des Amtshauses wird erstmals im Jahre 1500 erwähnt, als Kaiser Maximilian befiehlt, das von ihm neu erbaute Amtshaus in Bozen zu vollenden und das Dach neu einzudecken.
In den kommenden Jahren diente das Gebäude der Verwaltung der Einkünfte an der Etsch. In den folgenden Jahrhunderten diente es dann verschiedenen Nutzungen, vornehmlich aber als Verwaltungsgebäude.
Im inneren des Hauses findet man nur noch wenige historische Strukturelemente. Das Highlight ist mit Sicherheit der ebenerdig gelegene gotische Gewölbesaal, in dem die Sonderausstellungen stattfinden. Unter anderem sind zwei gotische Holzdecken, einige Spitzbodendurchlässe sowie zwei bemalte Wappenschilder im Kreuzgewölbe eines Erkers erhalten geblieben.
Das Gebäude, damals im Besitz des Staates, wurde im Jahre 1973 durch das Land Südtirol übernommen. Damals entstand almählich die Idee, das Naturmuseum im „Amtshaus“ unterzubringen. Im Jahre 1989 wurde das Projekt genehmigt und es begannen die Umbauarbeiten. Im März 1997 wurden die Tore des Museums das erste Mal geöffnet, natürlich mit einer Sonderausstellung. Zwei Jahre später wurden auch die Dauerausstellungsräume fertiggestellt und für Besucher zugänglich gemacht.
Da es das einzige Landesmuseum für Naturkunde ist, ist es die zentrale Dokumentations- und Sammelstelle für naturkundliche Objekte in Südtirol. In den Fachbereichen Geowissenschaften, Botanik und Zoologie werden naturkundliche Belege gesammelt, erforscht, dokumentiert und aufbewahrt.
Das Interesse gilt dabei in erster Linie Südtirol. Es werden aber auch die angrenzenden Gebiete berücksichtigt.
Den Besucher erwartet ein biologisch- kulturgeschichtlicher Streifzug durch die Region Südtirol. Dabei werden auch das Erscheinungsbild, sowie die Entstehung der einzigartigen Berg- und Tallandschaften veranschaulicht. Modelle, Inszenierungen, Spiele, aber auch Experimente sollen zu einem aktiven Museumsbesuch anregen. Zudem wird die Dauerausstellung in zwei Blöcke aufgeteilt. Der erste Teil widmet sich der Geologie in Südtirol, der zweite beschäftigt sich mit den typischen Lebensräumen in Südtirol.
Eine Besonderheit ist das 9.000 Liter fassende Korallenriff-Aquarium sowie ein Nautilus-Aquarium, die den heutigen Raum Südtirols ca. 220-230 Mio. Jahre zuvor veranschaulicht. Dort wo sich heute die Dolomiten erheben, plätscherte damals ein seichtes, tropisches Meer.
http://www.naturmuseum.it/de/dauerausstellung.htm
Im Erdgeschoss des Gebäudes finden regelmäßig Wechselausstellungen statt. 2011 unter anderem eine Fotoausstellung von Bernardo Cesare (Light on the Rocks) und eine Fotoausstellung von Bernhard Edmaier (Kunstwerk Alpen).
Die wechselnden Sonderausstellungen erhöhen unter anderem die Attraktivität des Museums un ermöglichen einen vertieften Blick auf die Bereiche der Dauerausstellung.
Im Angebot befinden sich eigenständig produzierte Ausstellungen, aber auch Ausstellungen in Gemeinschaftsarbeit mit anderen Institutionen.

















