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Die Messe Bozen

Bozen kann auf eine jahrhundertealte Messetradition zurückblicken. Die ersten Aufzeichnungen eines Warenverkehrs mit anderen Alpenregionen gehen auf das Jahr 1070 zurück
Um die Bedeutung einer Messestadt  besser zu verstehen muss man weiter ausholen:
Zwischen 1200 und 1270 entstehen unter der starken Hand der Grafen von Tirol und Görz Tirol die Grundkonturen des zukünftigen Landes Tirol. Die Tiroler vereinten das Land zwischen Sill und Etsch, sowie Innsbruck und Trient. Sie setzten sich an die Spitze und schickten die kleinen Teritorialherren sowie die Bischöfe von Bozen-Trient in die zweite Reihe. Das alles erforderte einen hohen Blutzoll.
Gleichzeitig verlief unauffällig ein nicht minder wichtiger Prozess; der Aufstieg des transregionalen Handels.
Die Geografische Lage, sowie die Brückenfunktion zwischen Nord und Süd haben seit jeher die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu den Nachbarländern gefördert.

Die Ortschaft Bozen am Kreuzpunkt des Warenverkehrs stieg unmerklich zum Zentrum des inneralpinen Handels auf. Bozen war zu dieser Zeit – 1150 – noch keine Stadt, sondern ein Zusammen von verschiedenen Dörfern, die erst zusammenwuchsen. Die Bischöfe von Bozen-Trient waren maßgeblich an der Gründung eines Vertrages, angefertigt vom Rechtsanwalt Salomon, beteiligt. Der Sinn dieser Urkunde war es, sich wechselseitige Zollbegünstigungen einzuräumen. Die Brixner Untertanen südlich des Brenners sollten wie die Bozner dazu befugt  sein Waren in das jeweils andere Herrschaftsgebiet zollfrei oder zu einem Niedrigzoll einzuführen.
Der Vorvertrag wird 1202 in Lengstein – es lag damals direkt an der Kaiserstrasse zwischen Italia und Germania - stupiert.
Die eigentliche Ratifikation vollziehen die Bischöfe 1202 im heutigen Kardaun. Die Bischöfe sind sich durch den Vertrag also in friedlicher Nachbarschaft verbunden..
Der Zollvertrag bringt also die Ersterwähnung der künftigen Bozner Messen.

Messen und Jahrmärkte waren im Mittelalter nicht nur Einrichtungen zum Zweck des Warenaustausches, sondern dienten auch der Komunikation. Das Prinzip Messe funktioniert ganz einfach: Kaufleute treffen sich zu bestimmten Terminen, zeigen ihr Warensortiment auf sicheren Plätzen und verhandeln ihr Angebot gegeneinander. Das alles geschah unter der Aufsicht der Obrigkeit, welche darüber wachten, dass das alles friedlich und ehrlich erfolgte.
Die Bozner Messen überstanden Herrschaftswechsel, Kriege, Seuchen und Epidemien

Ab 1820 schwindet ihre Bedeutung und sie sinken ab zum Farum des regionalen Handels ab.
1840 sind die ruhmreichen Bozner Märkte und Messen nur mehr ein Schatten ihrer früheren Größe. Ihr lautloser Untergang wird daher kaum bedauert, haben sie doch ihre Aufgabe erfüllt.
Erst siebzig Jahre später entstehen sie neu, wenn auch unter dramatischen Umständen.
Faschistische Horden überfallen 1921einen friedlichen Messeumzug und bereiten  im ein jähes Ende.
Die Ermordung des Lehrers Franz Innerhofer bleibt dem Neubeginn der Messen im 20. Jh. als blutiges Fanal eingeschrieben.

Der Neubeginn er ersten Mustermesse gelang  1948 in Bozen . In den 70er Jahren wurde so langsam der vorhandene Platz in der Romstrasse zu eng.
Die Messekörperschaft beschloss, auf Grund von Wünschen und Forderungen verschiedener Südtiroler Wirtschaftspartnern, die Messe durch spezialisierte Ausstellungen zu erweitern.
Das war die Geburtsstunde der „Alpenländischen Landwirtschaftsschau“, der „Bozen Hotel“, der „Freizeitmesse“ und verschiedene Messen für das Bauwesen.
Im Jahr 1998 eröffnete die Messe ihre Tore im neuen Ausstellungsplatz in der Handelszone Bozen Süd. Die neue Fläche ist 5 Hektar groß und liegt in unmittelbarer Nähe der Autobahnausfahrt und ist auch mit dem Zug gut zu erreichen. kein Problem ist auch der Parkplatz.
Die bedeutendsten Messen sind weiterhin die Freizeit- und die Herbstmesse.

Im Jahr 2007 wurde die Photovoltaikanlage auf dem Dach in Betrieb genommen. Auf einer Fläche von 2400 Quadratmetern  ergibt das die Leistung 300KW. In einem Jahr wurden dadurch 400.000 KWh Energie erzeugt. Das entspricht einem Jahresenergiebedarf von ca, 150 Familien. Die vorhandene Fläche wurde 2009 verdoppelt.

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