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Die Bozner Lauben

Die Laubengasse bildet den ältesten Stadtkern; seit über 800 Jahren ist sie das betriebsame Handelszentrum der Stadt. Früher wurden sie von einem Tor am heutigen Rathausplatz und am Obstplatz abgeschlossen. Dadurch waren sie fast ein Bauwerk, welches Schutz vor Hitze, Regen und Kälte bot, damit man ungestört dem Handel von Waren frönen konnte.
Auf der Strasse floß die sog. Ritsch, ein Wassergraben der den Unrat fortspülte,
Im Inneren der Lauben war der Fußboden aus Holz.

In der heutigen Zeit bilden die Lauben die zentrale Einkaufsstraße. Die schmalen mit Erkern und Stuck verzierten  Laubenhäusern stammen bis auf wenige Ausnahmen aus der Spätgotik.
Sie sind mehr tief als breit. Oftmals bis zu 50m. Wenn man das Glück hat, dass man das eine oder andere Haus besichtigen darf, dann findet man Lichthöfe, steingefasste Bögen, schön geschmiedete oder gedrechselte Treppen  und tiefe Gewölbe und Keller. Letztere sind oftmals untereinander verbunden, sodass man fast die ganzen Lauben unterirdisch  durchqueren könnte.
Sehenswert sind unter anderem Die Apotheke „Zur Madonna“, sowie jene „Zum Schwarzen Adler“. Ebenfalls erwähnenswert ist das alte Rathaus.

Zu den Lauben gibt es folgende Geschichte:
Als Kaiser Franz I sich 1765 in Bozen war, war er in Geldnot. Er ließ die Laubenkaufleute wissen, dass er 200.000 Gulden bräuchte. Ein damals ungeheurer Betrag. Der Laubenkaufmann Johann Gummer fragte den Kaiser in welcher Währung er das Geld wolle.
Der Kaiser wollte Dukaten, und er bekam noch am selben Tag das Geld..
Seit dieser Zeit werden die Kaufleute unter den Lauben als ungekrönte Herrscher der Stadt
„Laubenkönige genannt.“ Diesen Titel tragen sie bis heute mit Stolz, wenngleich immer weniger alteingesessene Bozner Familie unter den Lauben ihre Geschäfte haben.

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