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Bozen

Der Feldherr Drusus eroberte um 15 v. Chr. Mit den Römern das Gebiet des heutigen Tirols.
Im Bozner Talbecken entstand die strategisch wichtige Siedlung „Pons Drusi“. Als die Bajuwaren  nach dem Zerfall des Römischen Reichs von Norden das Land besiedelten mussten sie sich gegen die Langobarden behaupten. Tirol wurde im 8. Jh. in das Reich von Karl dem Großen eingegliedert..
Um 1200 war die Stadt noch sehr klein. Die Stadtmauer umschloss die Siedlung rund um die Lauben.
Gegen Ende des 13. Jh. wurden die Fürstbischöfe von Trient als Herrscher durch die Grafen von Tirol abgelöst.
Ab dem 15. Jh. entfaltete  sich Bozen zu einem der wichtigsten politischen und ökonomischen Zentren des mittleren Alpenraums.
Um das Jahr 1000 setzte jener friedliche  Handelsverkehr ein, der aus Bozen eine bedeutende Handelsstadt machte.
Die Etsch war bis hierher schiffbar, und so wurden in Bozen die Waren bis zum Weitertransport  zwischengelagert.
Aus dem Norden kamen Waffen, Felle, Papier und feine Stoffe; aus dem Süden hingegen Wein, Öl, Südfrüchte, verschiedene Gewürze, Baumwolle und Seide. Das war die Geburtsstunde der ersten Warenhäuser. Es folgten dann die ersten Banken und Märkte.
Die Waren wurden unter den Lauben – damals Gewölben – angeboten.
Mit dem Niedergang Venedigs ab dem ausgehenden 15. Jh. verlor Bozen an Bedeutung. Im
17. Jh. gründeten die Kaufleute ein eigenes Messegericht. Dies wurde von deutschen und italienischen Kaufleuten geleitet. Somit konnte Bozen erneut erblühen und galt sogar als heimliche Hauptstadt von Tirol.

Das heutige Bozen ist die Landeshauptstadt der Autonomen Provinz Bozen. Es gibt nicht viele historische Gebäude die auf politische Machthaber verweisen, da Bozen jahrhunderte lang von Tirol aus regiert wurde. Erwähnenswert ist der prächtige Renaissancepalast – das Merkantilgebäude – das auf ein Handelsprivileg der Claudia de´Medici , Gemahlin des Habsburgers Leopold V, zurückgeht, mit dem Bozen 1635 zur Messestadt erhoben wurde.
Ebenfalls erwähnenswert ist das Maximilianhaus – das heutige Naturmuseum  - am Beginn der Bindergasse.
Nach dem ersten Weltkrieg wurde Tirol geteilt. Der Norden kam zu Österreich, der Süden ab dem Brenner zu Italien. Die neuen Machthaber unternahmen große Anstrengungen das Land zu italienisieren. Das faschistische Regime siedelte tausende Arbeitskräfte aus italienischen Provinzen in Bozen an. Ferner ließ es Industriebetriebe für deren Arbeitskraft errichten. Die Zuwanderer besetzten die Stellen bei Post, Bahn, Militär und Polizei. Ferner auch im Bausektor und in der öffentlichen Verwaltung. Somit bestand die Bevölkerung aus 26% deutsch, 73% italienisch und 1% ladinisch sprechenden  Einwohnern.
Mittlerweile leben – nach langwierigen Verhandlungen mit der römischen Zentralregierung – alle drei Sprachgruppen recht gut mit- und nebeneinander.
Die Südtiroler aller drei Sprachgruppen  haben weitreichende Autonomierechte und die Finanzautonomie auf vielen Gebieten,

In den letzten Jahren ist Bozen bunter und lebendiger geworden und hat einige neue Attraktionen dazubekommen. Zum Beispiel das Messner Mountain Museum in Sigmundskron, oder die einmalig schöne Bilderburg Schloss Runkelstein. Ein weiterer Besucher Magnet ist „Ötzi“ der Mann aus dem Eis. Nicht zu vergessen, dass die UNESCO die Dolomiten 2009 zum Weltnaturerbe erklärt hat.
Der bei den Italienern sehr beliebte Weihnachtsmarkt, die viele kulinarischen Köstlichkeiten, die immer bunteren und international werdenden Einkaufsstrassen, die vielen Restaurants und Kneipen welche Südtiroler Spezialitäten und ausgezeichnete Weine servieren, lassen Bozen für die immer beliebter werdenden Städte-Kurzurlaube interessant werden.
Dank der neuen dreisprachigen  Universität, es wird in deutsch-italienisch und englisch gelehrt, belebt die junge Szene die Innenstadt bis spät in die Nacht.
Wie schon eingangs erwähnt, in Bozen trifft Tradition auf Moderne, Knödel auf Spaghetti, italienische Leichtigkeit auf deutsche Gründlichkeit.

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